Die Werbeagentur «diebündner» mit Büros in Sils, Chur und Zürich zeichnet verantwortlich für den Werbeauftritt der Schweizer Werbung SW anlässlich der Mitgliederversammlung und des Tags der Werbung am 15. Mai in Chur. Adrian Huwyler, geschäftsführender Inhaber, über kreative Bündner und den Besuch von Bundesrätin Widmer-Schlumpf im Interview mit Piero Schäfer.

Hoch hinaus für die Schweizer Werbung 

 

Antonin Meuli, Werbeberater Sils und und Haempa Maissen, Creative Director diebündner Werbeagenturen

«diebündner», klingt eher nach Boygroup, seit wann gibt’s diese Agentur?
Worauf ist sie spezialisiert?

(Schmunzeln) «Als Bündner hinken wir dem Zeitgeist wahrscheinlich noch etwas hinterher und bieten klassische Werbeberatung im eigentlichen Sinne an.
Speziell bei den sogenannten Grosskunden haben wir seit uns 2005 darauf spezialisiert, dass wir zwischen den Lead-Agenturen und den zahlreichen grafischen Anbietern dem Kunden einen Full-Service anbieten, ohne dass das strategische Ziel vor lauter Umsetzung verloren geht.»

Welches sind Eure Hauptmandate?
«In Sils im Domleschg betreuen wir seit vielen Jahren bereits erfolgreich Dynoptic, den grössten Verbund inhabergeführter Schweizer Augenoptikergeschäfte. Mit der Etablierung unserer Agentur in Zürich konnten wir neben Heineken Switzerland, Coca-Cola Beverages und Vifor Pharma auch viele "Werbeagentur-resitente" KMUs von unserem Full-Service überzeugen.»

Sind es wirklich alles Bündner?

«Der Anteil von kreativen Bündnern ist so schätze ich  in der gesamten Branche, gemessen an der Bevölkerungsdichte, relativ hoch. Bei diebündner ist dieser Anteil noch etwas grösser, jedoch spielt die Herkunft beim Einstellungsgespräch keine Rolle.»

Wieviele Werbeagenturen gibt es in der Bündner Hauptstadt?
«Nach Trimarca konnten sich in den vergangenen Jahren einige junge Agenturen dank ihrer soliden Arbeit auf dem Platz Chur etablieren. Da aber viele interessante, wichtige Etats im Tourismus immer wieder ins Unterland vergeben wurden, konnte sich nie eine klassische Werbeszene bilden. Wir selber führen einzig ein kleines  Atelier in der Alpenstadt, damit unsere Churer-Kunden einen Ansprechpartner in unmittelbarer Nähe haben.»

Ihr bewerbt für die Schweizer Werbung den Tag der Werbung, welchen
Stellenwert hat dieses Mandat?

«Eigentlich geniessen alle unsere Mandate den gleichen Stellenwert. Für uns ist wichtig, dass wir unseren Kunden zufriedenstellen. Wenn man aber die Möglichkeit hat, einen Bündner Beitrag für die Schweizer Werbung zu leisten, ist man natürlich gleich doppelt motiviert.»

Es ist das erste Mal, dass die SW ihre Mitgliederversammlung in Chur macht,
was bedeutet das für Sie?

«Mit seinem Tourismusmarketing ist Graubünden ein wichtiger Bestandteil im Schweizer Werbeumfeld. Deshalb ist es wichtig, dass man mit Vertreter der Schweizer Kommunikationswelt auf "eigenem Boden" in Kontakt tritt.»

Womit lockt ihr die Zürcher nach Chur?
«Ehrlich gesagt, sind wir Bündner froh, wenn nach dieser langen Winter- und Sommersaison mal ein bisschen Ruhe einkehrt. Ich bin aber sicher, dass Chur mit der grössten Beizendichte den einen oder anderen Werber auch in der Nebensaison zum Verweilen einlädt. Nur eines muss dabei unbedingt berücksichtig werden: Seit letztem Jahr wird das Rauchverbot in den Lokalen knallhart durchgesetzt.»

Bundesrätin Widmer-Schlumpf tritt ja auch auf, habt ihr schon mit ihr kommuniziert? Spielt sie in Euren Überlegungen eine Rolle?
«Als Zürcher Flügel der diebündner Werbeagenturen würde ich mich natürlich freuen, die Felsberger Bundesrätin Widmer-Schlumpf am Anlass persönlich kennenzulernen. Und falls sie den Weg in die Heimat nicht findet, plakatieren wir gerne den Bundesplatz in Bern zu.»

Ein Wort zur Kampagne (Sujets, Ablauf etc.)
«Das Sujet wurde gemeinsam mit der Schweizer Werbung entwickelt. Die Idee ist, dass wir das Sujet bis hin zur Schneeschmelze laufend aktualisieren. Für das Herunterbrechen der Kampagne auf BTL-Massnahmen haben wir bereits einige Ideen im Köcher.»

Interessieren sich die Churer Medien für die SW-Veranstaltung?
«Als Verleger der Südostschweiz und Präsident der Schweizer Presse hat Hans Peter Lebrument selbstverständlich grosses Interesse daran, den Austausch zwischen Auftraggeber und den Medien auch in Graubünden voranzutreiben. Nur gemeinsam können wir gegen die rapide sinkenden Werbeausgaben angehen.»

Wie siehts mit Sponsoren aus?

«Die ersten Türen für die Schweizer Werbung haben wir bereits geöffnet. Nun würden wir uns natürlich freuen, wenn die Bündner Unternehmen diese wichtige Plattform für ihre Kommunikation nutzen würden.»

Worauf kann man sich als Unterländer besonders freuen?
«Auf einen herzlichen Empfang in der ältesten Stadt der Schweiz.»